Grünanlagen im Münchner Westend
Bavariapark
Der ab 1823 als "Theresienhain" angelegte Park erhielt nach Fertigstellung der Bavaria im Jahre 1850 seinen heutigen Namen, konnte jedoch erst von 1872 an von jedermann genutzt werden. Mit Inbetriebnahme der benachbarten Messehallen im Jahre 1908 wurde er in einen englischen Park umgestaltet und war von da an nur noch eingeschränkt öffentlich zugänglich. Er seit dem Umzug der Messe nach Riem kann er wieder jederzeit betreten werden [1, 9, 10].
Gollierplatz
Der 1897 angelegte Gollierplatz wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte mehrmals umgestaltet, so z.B. 1976, 1987 und zuletzt im Jahre 2004 mit der Neugestaltung des Spielplatzes. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war er zeitweise die einzige Grünfläche im Westend und wegen der verkehrsreichen Straßen, die ihn säumten, insbesondere für Kinder nur unter Gefahren erreichbar [1].
Georg-Freundorfer-Platz
Mit der Umgestaltung des Georg-Freundorfer-Platzes im Jahre 2002 wurde die zweitgrößte Grünfläche des Westends geschaffen. Wo sich bis in die 1960er Jahre zwischen Heimeranstraße und Kazmairstraße eine Kleingartenanlage und bis Ende der 1990er Jahre zwischen Heimeranstraße und Sandtnerstraße eine Trambahnschleife befand, vergnügen sich heute die Westender bei Tischtennis- Fußball- und Schachspielen. Für die Kleinen wurde u.a. ein Abenteuerklettergarten geschaffen. Der Georg-Freundorfer-Platz wurde zum besten Spiel- und Freizeitplatz Deutschlands gewählt und mit dem Stiftungspreis 2006 der Stiftung "Lebendige Stadt" ausgezeichnet [1, 11].
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Heimeranplatz
Die Fertigstellung des Trappentreutunnels führte in den 1980er Jahren zu einer deutlichen Verkehrsberuhigung am Heimeranplatz, welcher sich durch eine schöne Bepflanzung zu einer weiteren Grünfläche im Stadtteil entwickelte. Der Platz wurde benannt nach Heimeran von Straubing, der im 15. Jahrhundert als Zimmermann beim Bau der Münchner Frauenkirche mitwirkte [12].
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Zirkuswiese
Die Zirkuswiese wurde 1976 an der Theresienhöhe angelegt. Früher befanden sich dort Bierkeller [1].
Kazmairwiese
Die Kazmairwiese liegt zwischen Ridler- und Kazmairstraße sowie zwischen Astallerstraße und Gießerweg. Seitdem sie als Schulsportanlage genutzt wird, steht sie der Öffentlichkeit nur noch eingeschränkt zu Verfügung [1].
Sinti-Roma-Platz
Auf dem südwestlich des Bavariaparks gelegenen Sinti-Roma-Platz schuf die Künstlerin Regine von Chossy anlässlich der Stadtteiltage der Schwanthalerhöhe im Jahre 2007 einen Säulenkreis aus 16 Skulpturen als Mahnmal zur Erinnerung an die erste Deportation von Sinti und Roma in Konzentrationslager am 16. Mai 1940. Das Mahnmal wurde kurz darauf leider verwüstet und fiel auch nach seiner Restaurierung erneut der Zerstörungswut bisher unbekannter Personen zum Opfer. Trotz der Beliebtheit des Kunstwerks wurde eine dauerhafte Installation durch Einbetonieren der Säulen nicht genehmigt, da für das Aufstellen von Denkmälern laut Stadtverwaltung bestimmte Verfahrensschritte zu durchlaufen seien.
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Quellenangaben
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